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INDIANER-WEISHEITEN

Geh aufrecht wie die Bäume, Lebe dein Leben so stark wie die Berge, Sei sanft wie der Frühlingswind, bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der Große Geist wird immer mit dir sein.

(Weisheit der Navaja)

Wenn du dein Herz nicht hart werden lässt, wenn du deinen Mitmenschen kleine Freundlichkeiten erweist, werden sie dir mit Zuneigung antworten. Sie werden dir freundliche Gedanken schenken. Je mehr Menschen du hilfst, desto mehr dieser guten Gedanken werden auf dich gerichtet sein. Dass Menschen dir wohlgesinnt sind, ist mehr wert als Reichtum.

(Henry Old Coyote)

Großer Geist bewahre mich davor, über einen Menschen zu Urteilen, ehe ich nicht eine Meile in seinen Mokassins gelaufen bin.

(Unbekannter Apachenkrieger)

Mit Hilfe der Sonne wurde die Erde geschaffen. Die Erde und ich, wir sind eins. Der Eine, der das Recht hat, über das Land zu verfügen, ist der Eine, der es geschaffen hat.

(Chief Joseph)

Die 3 schlimmsten Übel sind: Dummheit, Faulheit und Feigheit

(Tecumseh)

Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, werdet ihr feststellen das man Geld nicht essen kann!!!

(Cree Indian)

Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur ein Zeitraum zwischen 2 Kriegen, Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir Recht handeln und wenn zwischen jedem einzelnen Menschen und jeden Volk Gerechtigkeit herrscht.

(Spruch der Mohawk)

Wie lange leben wir auf Erden? Nicht für immer, nur eine kleine Spanne. Jade zerbricht, Gold wird zerdrückt, Quetzalfedern knicken. Nichts dauert auf Erden, alles lebt nur einen Hauch lang. Unsere Zeit ist geliehen, im Nu müssen wir sie hinter uns lassen.

(Azteken)

Was ist das Leben? Es leuchtet auf wie ein Glühwürmchen in der Nacht. Es vergeht wie der Hauch des Büffels im Winter. Es ist wie der kurze Schatten, der über das Gras huscht und sich im Sonnenuntergang verliert.

(Crowfoot)

Leben und Leben lassen

Es war einmal an einen wunderschönen Tag im Wald. Die Vögel sangen in den Zweigen, die Frösche quakten am Teich, die Grillen zirpten im Gras, und eine Klapperschlange glitt einen kleinen Weg entlang, der mitten durch den Wald führte, um sich in der Sonne zu wärmen. Sie rollte sich ein und schlief ein wenig. Es war friedlich und schön. Da kam ein Mann des Weges, der sah die schlafende Schlange und wollte sie töten. Er griff nach einen großen Stein und gerade als er ihn auf die schlafende Schlange niedersausen lassen wollte, erwachte sie. " Bruder, warum willst du mich töten, ich habe dir doch nichts getan!" ."Du bist giftig und musst sterben!" rief der Mann. " Aber Bruder, ich bin zwar giftig, aber ich tue dir doch nichts, ich werde dich nicht töten!" " Du mich töten?" lachte der Mann. " Ich bin der Mensch und viel größer und stärker als du und ich habe diesen Stein, damit werde ich dich töten!" " Ich bin auch nicht der Bruder einer Schlange!" schrie der Mensch. Und du wirst Sterben und zwar auf der Stelle!" Und gleich holte er aus mit seinem Stein. In diesem Moment schnellte die Schlange empor und biß den Mann blitzschnell in den Hals. Er fiel sofort zu Boden, und im Sterben hörte er die Schlange sagen: "Wenn du auf mich gehört hättest, Bruder, und mich nicht hättest töten wollen, so wäre dies nicht geschehen und du könntest noch lange Leben" Dann rollte sich die Schlange in der warmen Sonne wieder zusammen und schlief ein an diesem wunderschönen, friedlichen Tag im Wald.

Das Märchen von Liebe und Vertrauen

Es war einmal zwei Menschen, die hatten sich sehr lieb. Sie hatten geheiratet und konnten sich gar nicht vorstellen, ohne einander zu leben. Und darum beschlossen sie eines Tages: Sollte einmal einer von ihnen sterben, Mann oder Frau, dann würde der andere sein Leben aufgeben und ihm folgen, um zu zeigen, wie stark ihre Liebe füreinander gewesen war. so ging ihr Leben dahin, und sie waren im Frieden mit sich und ihren Kindern. Eines Tages jedoch hatte der Mann die Idee, seine Frau zu prüfen und herauszufinden, wie sehr sie ihn liebe. Und so schickte er einen Gefährten, der mit ihm im Wald beim Holzsammeln war, zu seiner Frau nach Hause. Er sollte ihr erzählen, ihr Mann sei von einem Baum gefallen und dabei zu Tode gekommen. Als die Frau das härte, zerriss ihr der Schmerz schier das Herz, und sie erinnerte sich ihres Versprechens, ging in ihr leeres Haus und nahm sich das Leben. Als ihr Mann zurückkehrte und sie fand, vergoss er bittere Tränen. Wie dumm war er doch gewesen! Er hatte nicht geglaubt, dass seine Frau das Versprechen halten würde. Er hatte ihre Liebe geprüft und sie dabei ganz verloren. Der Mann war sehr traurig, er vermisste sie und weinte bitterlich. Doch ihr in den Tod zu folgen, dazu fehlte ihm der Mut. Nach einiger Zeit freilich fiel ihm auf, dass sein Haus immer sauber war, die Kinder versorgt waren, gegessen hatten und fröhlich waren, wenn er von der Arbeit zurückkam. Das verstand er nicht, und er fragte sie, weshalb sie so fröhlich seien und wer die Ordnung geschaffen habe. Ihre Antwort war einfach: Mutter war da und hat das alles gemacht. Das wollte der Mann nicht glauben, doch es geschah jeden Tag von neuem, und die Antwort war immer dieselbe. Da versteckte sich der Mann im Haus und wollte sehen, was passierte. Tatsächlich erschien seine Frau und war so schön und sah so lieb aus, dass es ihn nicht mehr in seinem Versteck hielt. Er trat hervor und sagte ihr, wie sehr er sie liebe, wie wunderbar ihre Augen leuchteten, und er wollte sie umarmen und küssen. Die Frau antwortete: "Nein, nein, bitte nicht! Tu es nicht denn ich bin gestorben und kann dann niemals wiederkommen und muss für immer gehen. Bitte, tu es nicht!" Doch der Mann hatte seine Frau so lieb, dass er nicht begriff, was sie meinte, und wollte sie unbedingt in seinen Armen halten. Und er umarmte sie. Da hielt er in seinen Armen ein Knochengerüst. Die Frau ist nie wieder erschienen.

"Wir wissen nicht, was wir besitzen, bis wir es verloren haben. Und niemals dürfen wir von einem anderen verlangen, was wir selbst nicht zu geben bereit sind."



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